Mitgliedsbeitrag

IHR MITGLIEDSBEITRAG FÜR DIE PFLEGEKAMMER //
IHRE PFLEGEKAMMER FÜR SIE

Die Pflegekammer Niedersachsen wird durch Ihre Mitglieder getragen. Dadurch ist die Unabhängigkeit der Pflegekammer Niedersachsen gewährleistet. In diesem Zusammenhang berechtigt das PflegeKG die Kammer, Mitgliedsbeiträge zu erheben (§ 8 PflegeKG).

Unter den Mitgliedern werden die Beiträge häufig kontrovers diskutiert. Hierbei kursieren diverse falsche Informationen oder es gibt offene Fragen:

Die passenden Antworten und viele weitere Informationen zu den Beiträgen, finden Sie nachfolgend.


Welche Kosten sind mit einer Mitgliedschaft verbunden? //
Beitragsbemessung

Erhebung des Mitgliedbeitrags - so geht's!

  1. Einmal pro Kalenderjahr verschickt die Pflegekammer Niedersachsen an jedes Mitglied einen sogenannten Regelbescheid. Dieser erhebt zunächst den Höchstbeitrag von 280,00 € - bzw. in 2018 von 140,00 €. Die Regelbescheide werden in kürze erstmalig versendet.
  2. Um nicht den Höchstbetrag zu zahlen, müssen Mitglieder die tatsächlichen Jahreseinkünfte aus der Berufsausübung abzüglich Werbungskosten des  vorletzten Kalenderjahres der Pflegekammer Niedersachsen mitteilen. Zu verwenden ist hierfür das Formular für die Selbsteinstufung. Das Formular erhalten Sie als Mitglied gemeinsam mit dem Regelbescheid per Post. Die Jahreseinkünfte aus der Berufsausübung können dem Einkommenssteuerbescheid oder der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des vorletzten Jahres entnommen werden.
  3. Die ausgefüllte Selbsteinstufung kann gemeinsam mit einem SEPA-Lastschriftmandat an die Pflegekammer Niedersachsen, Marienstraße 3, 30171 zurückgesandt werden. Für den Online-Versand der Dokumente steht das verschlüsselte Versandformular auf https://secure.pflegekammer-nds.de/mitglieder zur Verfügung.
  4. Anhand der Selbsteinstufung berechnet die Kammer den individuellen Jahresbeitrag und verschickt einen neuen Beitragsbescheid. Dieser hat eine auflösende Wirkung gegenüber dem Regelbescheid und setzt die individuelle Beitragshöhe fest. Mit diesem Bescheid erhalten Sie als Mitglied die Information, wie hoch Ihr individueller Mitgliedsbeitrag tatsächlich ist. Die Mitgliedsbeiträge sind in der Steuererklärung als Werbungskosten absetzbar. Zu zahlen ist die fällige Summe innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheides.

Die wichtigsten Informationen auf einem Blick:

  • Der Mitgliedsbeitrag wird als Jahresbeiträge erhoben. Beitragsjahr ist das Kalenderjahr.
  • Für das Jahr 2018 wird erstmalig ein Mitgliedsbeitrag fällig. Der Beitrag wird entgegen der Regel, nur für ein halbes Kalenderjahr (Juli bis Dezember 2018) erhoben. In 2018 waren die Monate Januar bis Juni beitragsfrei. Es werden in kürze die Regelbescheide zur Erhebung der Beiträge des Jahres 2018 an die Mitglieder verschickt.
  • Der Höchstbeitrag liegt bei 280,00 € pro Jahr. Mit einer Ausnahme für das Jahr 2018. Hier beträgt der Höchstbeitrag nur die Hälfte - nämlich 140,00 €.
  • Es können individuelle Beiträge auf Basis einer Selbsteinstufung berechnet werden:
    • Bemessungsgrundlage ist das Jahreseinkommen aus der Berufsausübung des vorletzten Kalenderjahres abzüglich der Werbungskosten.
    • Das Jahresbruttoeinkommen ist dem Einkommenssteuerbescheid vom Finanzamt zu entnehmen.
    • Wurde keine Steuererklärung angefertigt, so kann der Bruttoarbeitslohn der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung herangezogen werden. Eine Werbungskostenpauschale von 1.000,00 € ist dabei abzuziehen.
    • Der Beitragssatz beträgt 0,4 Prozent.
  • Grundsätzlich ist der Jahresbeitrag mit einer einzigen Zahlung zu tilgen. Auf Antrag kann zukünftig eine Zahlung des Jahresbeitrages in halbjährlichen, quartalsweisen oder monatlichen Raten erfolgen. Die Voraussetzung dafür ist die Erteilung eines SEPA-Lastschrift-Mandates.
  • Die wahrheitsgemäße Beantwortung der Selbsteinstufung überprüft die Kammer stichprobenartig. Dafür werden pro Jahr 10 Prozent der Kammermitglieder aufgefordert, eine Kopie des Einkommensteuerbescheides bzw. der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung einzureichen. Wird eine falsche Selbsteinstufung festgestellt, so erhält das Mitglied einen neuen Beitragsbescheid mit der Aufforderung, den Höchstbeitrag für das Kalenderjahr zu zahlen.
  • Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, steht Ihnen die Geschäftsstelle der Pflegekammer Niedersachsen gerne telefonisch unter 0511 920930-0 oder per E-Mail an info@pflegekammer-nds.de zur Verfügung.

 

Was ist mein Jahresbruttoeinkommen?

Die Jahreseinkünfte aus der Berufsausübung bzw. das Jahresbruttoeinkommen kann entweder dem Einkommenssteuerbescheid oder der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung entnommen werden. Nachfolgend finden Sie dafür Beispiele:

Warum muss ich eigentlich Beiträge bezahlen? //
Grundlage der Erhebung

Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt

Die Pflegekammer nimmt die gemeinsamen beruflichen Belange der Pflegefachberufe im Interesse der Allgemeinheit wahr. Alle professionell Pflegenden in Niedersachsen bilden gemeinsam die Pflegekammer. In §§ 9 bis 11 des niedersächsischen Kammergesetzes für die Heilberufe in der Pflege (PflegeKG) sind die Aufgaben der Kammer gesetzlich verankert. Die inhaltliche Ausgestaltung und der Erlass von verbindlichen Ordnungen, wie z.B. der Berufs- oder der Beitragsordnung, obliegen der Entscheidung der professionell Pflegenden selbst - und zwar den demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertretern in der Kammerversammlung.

Der Mitgliedsbeitrag ist notwendig, um die Unabhängigkeit der Kammer von Akteuren aus Politik und Wirtschaft oder von anderen Interessengruppen zu gewährleisten. Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: Wer bezahlt, der will auch mitreden und entscheiden. Für die Unabhängigkeit der Pflegekammer sind die Mitgliedsbeiträge daher eine Grundvoraussetzung. Über die Zukunft der Pflege in Niedersachsen entscheiden keine Berufsfremden, sondern die professionell Pflegenden selber!

Ein Beispiel für die Unabhängigkeit der Kammer, ist auch die Beitragsbemessung. Es ist gesetzlich in §8 PflegeKG geregelt, dass die Pflegekammer durch die Mitgliedsbeiträge getragen wird. Die Beitragshöhe, der Erhebungszeitraum oder die Zahlungsmöglichkeiten werden von den Mitgliedern der Kammerversammlung durch Erlass der Beitragsordnung festgelegt. Das bedeutet: Die Mitglieder der Pflegekammer Niedersachsen entscheiden selbst, welche finanziellen Mittel der Pflegekammer Niedersachsen für die Wahrnehmung ihrer gemeinsamen beruflichen Belange bereitstehen.

Wofür werden meine Beiträge verwendet? //
Haushaltsplanung

Vor dem Beginn eines Geschäftsjahrs legt die Kammerversammlung gemäß §1 Haushalts- und Kassenordnung einen Haushaltsplan fest. Der Haushaltsplan umfasst alle zu erwartenden Einnahmen (z.B. Mitgliedsbeiträge, Darlehen oder Gebühren) sowie die geplanten Aufwendungen. Die Kammer ist zu einer ordentlichen Buchführung verpflichtet. Alle Buchungen werden einem Konto, bzw. einer Kostenstelle zugeordnet.

In der Haushalts- und Kassenordnung sind folgende Kostenstellen festgelegt:

  • Aufwendungen gemäß Aufwands- und Entschädigungsordnung für die Kammerversammlung;
    • Aufwandsentschädigungen und Verdienstausfälle;
    • Reisekosten;
  • Umsetzungen der Entscheidungen oder Maßnahmen der Arbeitsgruppen und Ausschüsse im Ehrenamt;
    • Kammersatzung, Wahl zur Kammerversammlung, Öffentlichkeitsarbeit, Administration;
    • Ausschüsse: Pflege- und gesundheitspolitische Angelegenheiten, Finanz-, Beitrags- und Kostenangelegenheiten, Qualitätsentwicklung und -sicherung, Berufsordnung, Weiterbildung, Schlichtung und ggf. weitere noch zu gründende Ausschüsse;
  • Ausgaben im Rahmen der Arbeit der Geschäftsstelle;
  • Personalaufwand der hauptamtlich Beschäftigten Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle. Die Vergütung erfolgt gemäß TV-L.
  • Bürobedarf wie z.B. Porto, Lettershop oder Fachliteratur;
  • EDV wie z.B. Hard- und Software, Telefonanlage oder Projektmanagement;
  • Abgaben, Gebühren und Zinsen;
  • Versicherungen;
  • Beratungsleistungen, z.B. Rechtberatung, Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung;
  • Raumaufwand wie z.B. Miete, Raumpflege oder Strom;
  • Investreserve;
  • Bundespflegekammer.

Bis zum Halbjahr des Folgejahres hat die Kammer zur Ermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einen Jahresabschluss durchzuführen. Dieser wird durch eine externe Wirtschaftsprüfung geprüft.