PRESSEMITTEILUNG // Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen kritisiert Schlechterstellung der Altenpflege

Hannover, 21.09.2018 • Die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen kritisiert anlässlich der heute anstehenden Bundesrats-Entscheidung über die Reform der Pflegeberufeausbildung die geplante Absenkung des Niveaus der Altenpflegeausbildung. „Wir kritisieren die Ausbildung auf dem niedrigeren Niveau scharf“, sagt Sandra Mehmecke. Der jetzige Gesetzesentwurf schreibe eine andauernde Schlechterstellung der Altenpflege auch in Zukunft fest, so Mehmecke. „Hier bedarf es dringend einer Korrektur“, fordert die Präsidentin.

Das in der vergangenen Legislaturperiode verabschiedete Pflegeberufegesetz soll ab dem Jahr 2020 die Pflegeausbildung modernisieren. Die Reform der Pflegeausbildung fasst die bisherigen Ausbildungsberufe zu einem einheitlichen Berufsabschluss zusammen. Neben einem generalistischen Abschluss als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann sind aber auch differenzierte Abschlüsse in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege möglich. Die Ausbildung in der Altenpflege erfolgt dabei allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

„Das einseitige Absenken des Niveaus der Altenpflegeausbildung verhindert die angestrebte Durchlässigkeit der pflegerischen Arbeitsfelder und führt im Umkehrschluss zu einer deutlich schlechteren Bezahlung in der Altenpflege“, kritisiert Mehmecke. Altenpflegerinnen und Altenpfleger trügen eine hohe Verantwortung bei der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und dürften nicht schlechter gestellt werden als andere Heilberufe in der Pflege.

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