PRESSEMITTEILUNG // COVID-19: MDK-Prüfungen in Pflegeheimen teilweise aussetzen

Aktuell steigt die Anzahl der Coronainfektionen in Niedersachsen rasant an. Angesichts dieser Entwicklung fordert die Pflegekammer Niedersachsen Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Pflegeheimen in Regionen mit starkem Infektionsgeschehen temporär auszusetzen.

Hannover, 23.10.2020 • Die Pflegekammer Niedersachsen fordert die Niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung auf, bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 die erschwerende Situation der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Risikogebieten jetzt stärker zu berücksichtigen. Die Coronabestimmungen führen aktuell insbesondere in Risikogebieten zu einem erheblichen Mehraufwand in den Arbeitsabläufen und zu einer höheren Belastung der Pflegefachpersonen.

„Die Priorität aller Pflegefachpersonen ist momentan der Schutz der besonders gefährdeten pflegebedürftigen Menschen“, versichert Nadya Klarmann, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen. Klarmann fordert: „Qualitätsregelprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Gebieten mit starkem Infektionsgeschehen und über 35 Coronafällen pro 100.000 Einwohner müssen zeitlich verschoben werden, um die Pflegeabläufe in den Einrichtungen gewährleisten zu können.“

Ein reguläres Aussetzen der Prüfungen für alle Landkreise will die Pflegekammer Niedersachsen dagegen bewusst nicht einfordern. „Durchaus sollten Qualitätsregelprüfungen in den Risikogebieten der Stufen 0 bis 2, also bis zu 34 Coronafällen pro 100.000 Einwohnern, gemäß aktuellem niedersächsischem Handlungskonzept weiterhin möglich bleiben. Auch anlassbezogene Prüfungen sollten weiterhin stattfinden“, ergänzt Klarmann.

Die Pressemitteilung finden Sie hier als PDF zum Download. 

Zurück