PRESSEMITTEILUNG // Neun Modellprojekte zu Demenz im Krankenhaus ausgezeichnet

Jurymitglied Nora Wehrstedt: "Projekte sind innovativ und entlasten Pflegende und Angehörige."

Hannover, 18.09.2019 • Die gesundheitliche Versorgung von Demenzerkrankten in Krankenhäusern stellt Angehörige und Beschäftigte in Kliniken vor große Herausforderungen. Deshalb hat die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann neun Modellprojekte ausgezeichnet, durch die Demenzerkrankte während eines stationären Krankenhausaufenthalts besser versorgt werden sollen. Die Preisverleihung fand am Mittwoch im Rahmen des Fachforums „Demenz im Krankenhaus“ in Hannover statt.

Nora Wehrstedt, Vizepräsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, brachte als Jurymitglied die pflegefachliche Perspektive der Pflegekammer in die Auswahl der Gewinnerprojekte ein: „Die prämierten Modellprojekte aus Niedersachsen sind innovativ, unterstützen Menschen mit Demenz und entlasten beruflich Pflegende und Angehörige. Sie zeigen beispielhaft, dass viele Krankenhäuser der Volkskrankheit Demenz schon jetzt mit viel Engagement begegnen. Dadurch sind sie eine Inspiration für andere Projekte rund um Demenz.“

Die neun Modellprojekte werden in 2019 einmalig mit einem Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro gefördert. Insgesamt hatten sich 23 Kliniken aus Niedersachsen mit Projekten zum Thema Demenz um eine Förderung beworben. Die ausgezeichneten Projekte umfassen etwa demenzspezifische Zimmereinrichtungen, die Einbeziehung von spezialisierten Pflegefachpersonen bei der Versorgung von Demenzpatientinnen und -patienten oder auch speziell zugeschnittene Bewegungsangebote. 

Schon heute sind in Niedersachsen mehr als 150.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren von Demenz betroffen. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft wird die Anzahl an Demenzerkrankten in den nächsten Jahren weiter steigen.