PRESSEMITTEILUNG // Pflegekammer ruft dazu auf, auf den Boden einer konstruktiven Auseinandersetzung zurückzukehren

Die Pflegekammer Niedersachsen hat zu einem berufspolitischen Diskussionsabend am 09.12. nach Hannover eingeladen. Die Veranstaltung wird zum Politikum. Um die Herausforderungen der Pflegeberufe geht es dabei nicht, stattdessen diskutiert Niedersachsen über „Häppchen“.

Hannover, 18.11.2019 • Die Pflegekammer Niedersachsen hat zu einem berufspolitischen Diskussionsabend am 09.12.2019 nach Hannover eingeladen. Eine Veranstaltung mit bundespolitisch bedeutsamen Personen in einem Format, das von anderen Berufsgruppen seit Jahren selbstverständlich genutzt wird. In der Pflege wird diese Veranstaltung zum Politikum. Dazu Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke: „Eine für die Pflegeberufe in Niedersachsen wichtige berufspolitische Diskussionsveranstaltung wird als „Fest“ mit „Häppchen“ diskreditiert. Das ist völlig unangemessen und zeigt den Stellenwert, den beruflich Pflegende offenbar leider immer noch in der Wahrnehmung vieler haben. Sei es die Gewerkschaft, die zum Protest aufruft oder Parteien, die der Pflegekammer öffentlich die Bereitschaft zum wichtigen Diskurs verwehren. Die Pflegekammer ruft dazu auf, wieder auf den Boden einer konstruktiven Auseinandersetzung zurückzukehren."

Für die Pflegekammer Niedersachsen steht unterdes fest: Es braucht dringend eine offene und gerne auch kontroverse Debatte um Lösungen für die großen Herausforderungen, vor denen die professionelle Pflege in Niedersachsen steht. Dafür bedarf es einer Diskussion aller Beteiligten. Zu diesen Beteiligten zählen u.a. Expertinnen und Experten des Pflege- und Gesundheitssystems, Kostenträger und Leistungserbringer, Kommunale Spitzenverbände, Berufsverbände und Gewerkschaften. Aber auch die Parteien – insbesondere die der bestehenden Regierungskoalition. Mit der deutlichen Positionierung der CDU gegen eine Beteiligung am Diskussionsabend ist ein übergreifender Austausch für Niedersachsen nur schwer möglich. „Voraussetzung für eine konstruktive Diskussion ist aus unserer Sicht die Beteiligung aller. Hier sollte sich niemand verschließen. Als Pflegekammer fordern wir dazu auf, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Deshalb halten wir daran fest, im Rahmen einer berufspolitischen Diskussionsveranstaltung die unterschiedlichen Perspektiven zu erörtern. Wir sehen, dass dieses Vorhaben zum gegenwärtigen Zeitpunkt offenbar nicht zielführend möglich ist“, so Mehmecke weiter. Die beruflich Pflegenden in Niedersachsen erwarten insbesondere auch von den etablierten Parteien eine Beteiligung zum offenen Austausch von Argumenten. Hierzu wird zum gemeinsamen Diskussionsabend im Frühjahr 2020 erneut eingeladen.

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