PRESSEMITTEILUNG // Weiterbildungseinrichtungen treffen sich in Hannover

Land überträgt Verantwortung der Weiterbildung an die Pflegekammer

Hannover, 24.01.2019 • Zu einer ersten Arbeitssitzung treffen sich heute Vertreterinnen und Vertreter von 32 niedersächsischen Weiterbildungseinrichtungen und der Pflegekammer Niedersachsen in Hannover. Das Land Niedersachsen hat der Pflegekammer zum 01.01.2019 die Verantwortung für die Regelung der Weiterbildung in Pflegefachberufen übertragen. Unter Weiterbildung versteht man in Pflegefachberufen besonders geregelte Weiterbildungsgänge, deren Berufsbezeichnung geschützt ist, z. B. Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege.

Die Pflegekammer Niedersachsen hat hierfür am 10. Januar 2019 eine Übergangsweiterbildungsordnung verabschiedet. „Sie ermöglicht einen nahtlosen Übergang von den bisherigen Landesregelungen hin zur vollumfänglichen Zuständigkeit der Pflegekammer“, sagt Dr. Jochen Berentzen, Vorsitzender des Ausschusses für Weiterbildung. Unter anderem wurde die bislang vom Land nicht geregelte Weiterbildung für die „pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege“ in die Übergangsordnung aufgenommen. Ebenso wurden neue Regelungen zum selbstgesteuertem Lernen, Überarbeitung der Praktika und Vorgaben zur Praxisanleitung im Sinne einer Qualitätssteigerung vorgegeben“, so Dr. Berentzen.

Pflegefachpersonen, die bereits eine Weiterbildung in Niedersachsen vor dem 01.01.2019 begonnen haben, können diese unkompliziert nach den bisherigen Regelungen fortsetzen. Urkunden über bestandene Weiterbildungsprüfungen erstellt zukünftig nur noch die Pflegekammer Niedersachsen. Diese steht hierzu in engem Dialog mit dem bisher zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Lüneburg, um die Abläufe für die Weiterbildungsstätten und Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfach und effizient zu gestalten.

Langfristig wird der Ausschuss Weiterbildung eine inhaltlich, strukturell und pädagogisch komplett neue Weiterbildungsordnung für die Pflegefachberufe in Niedersachsen erarbeiten. „Die Entwicklungen in den anderen Bundesländern werden dabei berücksichtigt, um zukünftig einfache Übergänge zwischen den Bundesländern zu ermöglichen“, sagt Dr. Berentzen.

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