PRESSESTATEMENT // Bessere Bezahlung im Berufsfeld Altenpflege

Hannover, 19.06.2019: Heute berät das Bundeskabinett über höhere Löhne in der Altenpflege. Der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Heil sieht zwei Varianten vor. In der ersten Variante wird auf einen Tarifvertrag gesetzt, der für die gesamte Branche allgemeinverbindlich erklärt werden kann. Die zweite Variante setzt auf einen Pflege-Mindestlohn, auch für Pflegefachkräfte. 

Statement von Sandra Mehmecke, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen:

 

„Wir fordern eine angemessene Vergütung für pflegerische Leistungen und unterstützen die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages. Wir brauchen Tariflöhne, nicht nur Mindestlöhne, um diesen so wichtigen Beruf aufzuwerten. Nur so lässt sich die pflegefachliche Versorgung der Menschen in unserem Land langfristig sichern.

Pflegefachpersonen im Berufsfeld der Altenpflege sind im Vergleich zum Berufsfeld Krankenhaus chronisch unterbezahlt. Das muss sich dringend ändern. Denn Lohndumping ist kein Kavaliersdelikt! Eine auskömmliche Bezahlung ist nötig, um Pflegefachpersonen im Beruf zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.

Der Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einer besseren Bezahlung der Pflegenden, die sich unter größtem Einsatz für eine gute pflegerische Versorgung einsetzen. Doch die Mehrkosten für höhere Löhne müssen klug finanziert werden: Lohnerhöhungen dürfen nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen.“

 

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