PRESSESTATEMENT // Kinder von Pflegenden brauchen Notbetreuung

Hintergrund

Niedersachsen schließt wegen der Corona-Pandemie seine Schulen und Kitas. Vorgesehen ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen für Kinder, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen arbeiten, um Beispiel Pflege und Gesundheit. Jetzt häufen sich Meldungen, dass diese Regelung nur für Kinder gilt, bei denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten. Selbst Alleinerziehende, bei denen es ein weiteres sorgeberechtigtes Elternteil gibt, werden abgewiesen. 

Dazu ein Statement der Kammerpräsidentin Nadya Klarmann:

„Leider gilt die Notbetreuung für Kinder in Kitas und Schulen nur dann, wenn beide Elternteile in der Pflege tätig sind. Pflegende sind in dieser Ausnahmesituation in Kliniken, in der ambulanten Pflege und in Pflegeheimen unersetzlich. Deshalb muss eine Notbetreuung für Kinder von Pflegefachpersonen und medizinischem Personal schnell und unbürokratisch erfolgen, sofern die Eltern keine andere Betreuung organisieren können.

85 Prozent der Pflegefachpersonen sind weiblich. Im Zweifelsfall werden immer sie zu Hause bleiben, um die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen. Diese Personen werden in der professionellen Pflege über viele Wochen ausfallen. Hier muss die Landesregierung dringend regeln, dass Notbetreuungen in Kitas und Schulen auch dann gelten, wenn nur ein Elternteil in der Pflege tätig ist. Auch Alleinerziehende, die in Gesundheitsberufen arbeiten, müssen unkompliziert ihre Kinder in eine Notbetreuung geben können.“

Hier finden Sie das Pressestatement zum Download.

Hier finden Sie ein Foto von Nadya Klarmann (Fotocredit: Pflegekammer Niedersachsen) zum Download. 

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