STATEMENT // Pflegeschulen dürfen beim Digitalpakt nicht leer ausgehen

Hintergrund: Die jetzt erzielte Einigung von Bund und Ländern zum Digitalpakt beschert alleine Niedersachsens Schulen 500 Millionen Euro. Jede Schule soll sofort 30.000 Euro erhalten. Die Berücksichtigung von Pflegeschulen, die nicht unter das Niedersächsische Schulgesetz fallen, ist allerdings nicht geklärt.

Hannover, 21.02.2019 • Grundsätzlich begrüßt der Vorstand der Pflegekammer Niedersachsen den erzielten Kompromiss zum Digitalpakt. Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke fordert jedoch mit Nachdruck, bei der Zuteilung der Gelder, nicht die Pflegeschulen zu vergessen. Diese müssen „fit“ gemacht werden für die Pflegeausbildung der Zukunft. Viele freie Pflegeschulen unterliegen nicht dem Niedersächsischen Schulgesetz. Diese Schulen sind bislang im Finanzierungssystem völlig vernachlässigt. Sie benötigen dringend Investitionsmittel aus dem Digitalpakt. Es darf keine Benachteiligung gegenüber berufsbildenden Schulen geben, die aufgrund ihrer Einbindung ins allgemeine Schulsystem seit Jahren von Zuwendungen profitieren.

Pflegeschulen sind für die Sicherung der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung unersetzlich. Sie übernehmen eine Schlüsselposition, wenn es darum geht, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten den dringend nötigen Pflegenachwuchs auszubilden. Die Mittel des Digitalpakts sollen die digitale Ausrüstung der Schulen verbessern und damit die Schüler besser auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten. Gerade in der Pflegeausbildung sind solche Innovationen in digitale Bildung unerlässlich.

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